Zu einem guten Aussehen gehören gepflegte Hände. Für viele Frauen ist der Besuch eines Nagelstudios zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Branche erlebte in den letzten Jahren einen rasanten Boom. Ob klassische French Nails, Airbrush-Motive oder Glitzerlook – alles ist möglich in der Nagelmodellage. Doch leider wird nicht immer Qualität geboten. Viele Studios gaben schon nach kurzer Zeit auf, da der Konkurrenzkampf zu groß war. Wie setzt man sich also in dieser Branche durch?

Wirtschaftlichkeit der Nagelstudios

In günstiger Lage mit ausreichender Kundschaft und einem guten Preis-/Leistungsverhältnis ist das Nagelstudio durchaus lukrativ für den Betreiber. Kleine Nagelstudios hingegen haben es schwer, sich auf dem Markt für längere Zeit zu behaupten. Stattdessen haben Unternehmer mit mehreren Nagelstudios und zahlreicher Kundschaft bessere Chancen. Hier und auf dieser Seite kann man sich Beispiele für Nagelstudios anschauen.
Die Kosmetikindustrie hat vielfältige Angebote in den Handel gebracht, die jedem ermöglichen, eine Nagelmodellage anzufertigen.

Nagelstudio Nägel Lackieren

In einem Nagelstudio werden sowohl Maniküre als auch Pediküre angeboten (c) Grey59 / pixelio.de

Mit etwas Geschick kann man so das Geld für einen Studiobesuch sparen. Doch nicht jeder hat die Fingerfertigkeiten, sich selbst an eine Nagelmodellage heranzutrauen.

Wie baue ich ein eigenes Nagelstudio auf?

Zuerst muss das Gewerbe bei der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung angemeldet werden. Es ist zu entscheiden, ob ein Nagelstudio eingerichtet werden soll oder ob eine mobile Tätigkeit aufgenommen wird.

Nagelstudio mit festem Standort

Für eine Studioeröffnung wird eine passende Räumlichkeit gesucht und gegebenenfalls eine Management Assistentin. Hier müssen monatliche Kosten, wie Miete, Strom, Wasser und Telefon bedacht werden.

    Weitere finanzielle und organisatorische Vorkehrungen:

  • Einrichtung und Arbeitsgeräte
  • Arbeitsmaterialien und Folgekosten
  • Krankenversicherung
  • Betriebshaftpflichtversicherung
  • Das Gewerbeamt informiert das Finanzamt und die IHK wird Beiträge erheben.

  • Nagelstudio mit mobilem Standort

    Bei der mobilen Variante entfallen die Kosten für das Studio. Stattdessen wird ein PKW eingesetzt, sodass entsprechende Unterhaltungskosten anfallen. Alles andere ist wie beim Studio. Eventuell sollte ein Anschluss an ein Kosmetikstudio oder einen Friseursalon geprüft werden, um die Möglichkeit zu nutzen, Kosten zu sparen.
    Erfolgreich ist ein Nagelstudio nur, wenn es in der Umgebung wenig Konkurrenz gibt. Dabei ist es wichtig, seinem Kunden etwas Besonderes zu bieten, z.B. ausgefallene Techniken oder künstlerische Gestaltung. Ein Nageldesigner muss kreativ sein und viele Ideen haben, sowie die Hygiene in seinem Nagelstudio besonders ernst nehmen, sodass eine Werbung und Weiterempfehlung durch den Kunden gelingt.

    Nagelstudio Nägel lackiert

    Nagelstudios wenden verschiedenste Techniken an, Nägel zu schmücken (c) Grey59 / pixelio.de

    Welche Voraussetzungen und Ausbildung benötige ich?

    Nageldesigner ist kein Ausbildungsberuf, sodass jeder ein Studio eröffnen kann. Trotzdem wäre es vorteilhaft, professionelle Arbeit anzustreben. Eine Ausbildung als Kosmetikerin ist ideal mit einer Kombination aus Vorkenntnissen nach einer Ausbildung im Einzelhandel. Aber auch ein Zertifikat eines zugelassenen Ausbildungsinstituts kann ausreichen. Besser jedoch ist eine Abschlussprüfung vor der Handelskammer, denn eine verantwortungsvolle Ausübung der Tätigkeit gegenüber dem Kunden sichert den Erfolg.