Zur Studienfinanzierung muss der eine oder andere Student neben seinem Studium arbeiten, denn die Mittel durch BAföG (sofern man es denn in Anspruch nimmt oder nehmen darf) sind begrenzt, Wohnraum ist in vielen deutschen Uni-Städten abseits der Studentenwohnheime kaum noch bezahlbar, und ein Studentenleben will auch finanziert werden. Da sich nicht jeder von Papis Geld durchschlagen kann oder will, muss also ein Job her. Die meisten landen in den klassischen Studentenjobs wie Kellnern, Taxi fahren oder anderen Fahrerjobs, Call Center- und Bürotätigkeiten, Nachhilfe und Jobs in Lager und Produktion. Wer schon eine gewisse Qualifikation mitbringt, kann diese möglicherweise als Werkstudent unter Beweis stellen. Und sonst?

Studienfinanzierung mit Studentenjob - Kellnern

Klassiker Kellnern – auch heute einer der beliebtesten Jobs zur Studienfinanzierung © istock/chengwaidefeng

Studentenjobs in der Zeitarbeit?

Zeitarbeit hat bei vielen Menschen ein schlechtes Image. Doch gerade für Studenten ist in der Zeitarbeit gutes Geld zu verdienen. Denn einige Zeitarbeitsfirmen wie beispielsweise Hofmann Personal bieten deutschlandweit auch in typischen Uni-Städten zahlreiche Jobs, die sie gern mit Studenten besetzen. Warum ist das so?

  1. Weil Studenten meist zeitlich flexibel sind
  2. Weil Studenten in der Regel eine gewisse Intelligenz und die Fähigkeit mitbringen, sich schnell in neue Aufgabengebiete einzuarbeiten
  3. Weil Studenten fast nie Ambitionen auf Übernahme haben (außer ihr Studiengang passt zufällig genau mit der auszuübenden Tätigkeit überein)

Gerade der letzte Punkt prädestiniert Studenten für Jobs, in denen es darum geht, bei Kunden Auftragsspitzen abzuarbeiten. Insbesondere in den Semesterferien können Studierende mit solchen Nebenjobs das Konto auffüllen.
Und: Über leichte Jobs und Aushilfstätigkeiten hinaus haben Zeitarbeitsfirmen ja durchaus auch Vakanzen in höher qualifizierten Positionen zu besetzen, so dass sich unerwartet Chancen für einen Karrierestart nach dem Studium ergeben können.

Welche Möglichkeiten der Studienfinanzierung gibt es als Alternative zum Studentenjob?

Nicht jeder ist willens oder in der Lage, Studium und Nebenjob unter einen Hut zu bringen. Einige Studiengänge erfordern ja einen derart hohen Arbeitsaufwand, dass nebenbei zu arbeiten gar nicht möglich ist, ohne dass die Studienleistungen darunter leiden. Wenn dann das BAFöG-Geld nicht ausreicht, kann ein Studienkredit helfen. Ein Studienkredit ist zwar leichter zu bekommen als ein „gewöhnlicher“ Kredit bei der Hausbank, aber Kredit bleibt Kredit: Er muss vollständig plus Zinsen zurückgezahlt werden.
Warum nicht ein Stipendium anstreben? Über die meisten Stipendien kann man einige Hundert Euro monatlich einstreichen – Geld, das man nicht zurückzahlen muss. Für viele ist der Gedanke vielleicht abwegig, die Voraussetzungen für ein Stipendium mitzubringen, und deshalb bemühen sie sich gar nicht erst darum. Dabei sind Stipendien nicht nur den absoluten Genies und Überfliegern vorbehalten – es gibt die unterschiedlichsten Arten von Stipendien: Für den Erhalt sind oft neben der Leistung auch soziales Engagement u.a. ausschlaggebend. Hier ist näheres zu diesem Thema zu erfahren.

Und noch ein paar Tipps zur Studienfinanzierung

  • Arbeitszeit: Erlaubt sind bis zu 20 Wochenstunden, in den Semesterferien darf allerdings in Vollzeit gearbeitet werden – und zwar bis zu 50 Tage am Stück
  • Grundfreibetrag: Bis zu einem Jahreseinkommen von 8.820 Euro (also 735 Euro monatlich) ist der Verdienst steuerfrei, aber sozialversicherungspflichtig
  • Minijob: Bis 450 Euro fallen keinerlei Abgaben an, also auch keine Beiträge für die Krankenversicherung
  • Kindergeld: Bis zum 25. Lebensjahr gibt es Anspruch auf Kindergeld